Wer in einer Apotheke auf die kostenlose Apotheken Umschau wartet, kennt das Gefühl: ein Magazin, das seit Jahrzehnten vertraut wirkt. Doch die Zeiten ändern sich – und mit ihnen das Traditionsblatt aus dem Wort & Bild Verlag (Verlag mit Sitz in München). Dieser Artikel zeigt, wie sich das Gesundheitsmagazin von der gedruckten Kundenzeitschrift zum digitalen Portal wandelt, wo die Fallstricke liegen und ob ein Abo oder die werbefreie Variante „Pur“ für Sie infrage kommt.

Gründungsjahr: 1956 ·
Erscheinungsweise: zweimal im Monat ·
Auflage: ca. 8,4 Millionen Exemplare ·
Herausgeber: Wort & Bild Verlag ·
Verfügbarkeit: kostenlos in Apotheken

Kurzüberblick

1Printausgabe
2Digitales Angebot
3Glaubwürdigkeit
4Kosten
  • Kostenlos für Endkunden
  • Abonnement für Zusendung
  • Kosten für Apotheken unbekannt

Fünf Eckdaten, eine Konstante: Mit einer Auflage von rund 8,4 Millionen Exemplaren gehört die Apotheken Umschau zu den auflagenstärksten Zeitschriften Deutschlands.

Die folgende Tabelle fasst die Kernfakten zusammen.

Merkmal Wert
Gründungsjahr 1956
Erscheinungsweise zweimal im Monat
Auflage ca. 8,4 Mio. Exemplare
Herausgeber Wort & Bild Verlag
Sitz München

Warum gibt es keine Apotheken Umschau mehr?

Der Haken

Der Rückgang der Werbeeinnahmen und die Digitalisierung setzen das Printmodell unter Druck – doch eine offizielle Bestätigung der kompletten Einstellung liegt nicht vor.

Welche Apotheken haben die Auslage eingestellt?

Einige Apotheken haben die Auslage der gedruckten Apotheken Umschau bereits zurückgefahren. Das Magazin ist seit 1956 (laut Wikipedia – Enzyklopädie) im Markt und liegt traditionell kostenlos aus. Berichte von Mai 2024, etwa von der Deutschen Apotheker Zeitung (Fachverlag), deuten auf eine Verlagerung ins Digitale hin. Offizielle Zahlen, wie viele Apotheken die Printausgabe abbestellt haben, sind nicht öffentlich.

Gilt das bundesweit?

Es gibt keine flächendeckende Studie, aber Hinweise aus der Apothekenbranche, dass vor allem große Ketten auf digitale Angebote setzen. So berichtete APOTHEKE ADHOC (Branchendienst) im September 2024, dass die digitale Ausgabe über die Plattform gesund.de kostenlos abrufbar sei – ein Schritt, der die Printlogistik entlasten soll.

Gibt es eine offizielle Stellungnahme des Verlags?

Der Wort & Bild Verlag (Herausgeber) hat sich bislang nicht explizit zur Einstellung der Printausgabe geäußert. Auf der eigenen Website wird das Magazin weiterhin als „Kundenzeitschrift, die alle 14 Tage in der Apotheke erscheint“ beworben. Der Widerspruch zwischen Print und Digital bleibt unaufgelöst.

Fazit: Der Verlag hält am Print-Angebot formal fest, doch die Branche bewegt sich auf die digitale Verteilung zu. Für Apotheken bedeutet das eine Frage der Logistik, für Leser den schrittweisen Abschied vom Papier.

Kann man die Apotheken Umschau auch abonnieren?

Kosten des Abonnements

Ein Abonnement der gedruckten Ausgabe ist über den Verlag möglich. Die Kosten liegen bei etwa 50 Euro pro Jahr (Stand 2024). Für die digitale Version bietet der Verlag das werbefreie „Pur-Abo“ für 1,49 Euro pro Monat (Apotheken Umschau – eigene Preisangabe) an.

Lieferung per Post

Das Print-Abo wird per Post geliefert – allerdings nur in Deutschland. Der Versand erfolgt an die Privatadresse, nicht mehr zwingend über die Apotheke. Leser berichten in Foren von Lieferverzögerungen.

Digitales Abo

Das digitale Abo umfasst die E-Paper-App für iOS und Android. Die App wurde zuletzt im Google Play Store (App-Plattform) aktualisiert und bietet Zugriff auf alle Inhalte der gedruckten Ausgabe. Ein reines Online-Abo ohne App gibt es nicht.

„Die Apotheken Umschau ist eine kostenlose Kundenzeitschrift, die alle 14 Tage in der Apotheke erscheint.“

Apotheken Umschau (eigene Definition)

Was das bedeutet: Es gibt zwei Wege zum Magazin – gedruckt per Post oder digital per App. Der Preisunterschied ist mit rund 50 Euro pro Jahr für Print vs. 17,88 Euro für das Pur-Abo deutlich.

Wer bezahlt die Apotheken Umschau?

Finanzierung durch Werbung

Das Magazin finanziert sich hauptsächlich durch Werbeanzeigen. Eine wissenschaftliche Analyse (PMC – Fachpublikation) aus dem Jahr 2023 untersuchte die Arzneimittelwerbung in der Apotheken Umschau und stellte fest, dass entsprechende Studien selten sind. Das Modell: Werbeeinnahmen decken die Produktionskosten, Leser zahlen nichts.

Kosten für Apotheken

Die Apotheken erhalten die Exemplare meist kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr pro Stück. Die genauen Vertriebskosten sind nicht öffentlich. Branchenquellen wie APOTHEKE ADHOC (Branchennachrichten) beziffern den Aufwand für die Apotheken auf einen „niedrigen Cent-Betrag pro Heft“.

Kostenlos für Leser

Für Endkunden ist die Apotheken Umschau kostenlos – ein bewährtes Modell, das WELT (überregionale Tageszeitung) als „Gratis-Magazin“ beschreibt. Die werbefreie Version „Pur“ kostet dagegen 1,49 Euro pro Monat.

Fazit: Die Leser zahlen nicht, die Werbekunden schon. Das Modell funktioniert, solange die Auflage hoch und die Werbeeinnahmen stabil bleiben – beides gerät durch die Digitalisierung unter Druck.

Ist die Apotheken Umschau eine seriöse Quelle?

Redaktionelle Unabhängigkeit

Der Wort & Bild Verlag (Verlagsgruppe) betont, nach redaktionellen Standards zu arbeiten. Die Zeitschrift gibt an, unabhängig von der Pharmaindustrie zu sein. Eine kritische Analyse der Arzneimittelwerbung im Heft (PMC – wissenschaftliche Forschungsarbeit) zeigte jedoch, dass die werbenden Inhalte und die redaktionellen Beiträge oft nebeneinanderstehen.

Wissenschaftliche Beiräte

Die Apotheken Umschau verfügt über einen wissenschaftlichen Beirat, der die medizinischen Inhalte prüft. Die genaue Besetzung wird auf der Website nicht vollständig offengelegt. Wikipedia (Enzyklopädie) führt den Beirat als Gremium, aber ohne namentliche Nennung.

Vergleich mit anderen Gesundheitsmagazinen

Im Vergleich zu Spezialpublikationen wie dem Deutschen Ärzteblatt (Fachorgan) oder der Pharmazeutischen Zeitung ist die Apotheken Umschau stärker werbefinanziert. Stiftung Gesundheitswissen und andere Institutionen stufen sie dennoch als verlässliche Quelle für Laien ein.

„Gratis-Magazin – Der zwiespältige Erfolg der Apotheken Umschau“

WELT (Wirtschaftsressort)

Der Trade-off: Die Apotheken Umschau ist seriös, aber nicht unabhängig von Werbeeinnahmen. Für alltägliche Gesundheitsfragen reicht die Qualität, wer tiefe medizinische Informationen sucht, sollte ergänzend Fachquellen nutzen.

Gibt es eine werbefreie Version der Apotheken Umschau?

Apotheken Umschau Pur

Ja, unter dem Namen „Apotheken Umschau Pur“ wird eine werbefreie digitale Version angeboten. Sie kostet 1,49 Euro pro Monat (Apotheken Umschau – eigene Produktseite) und schaltet die Website werbefrei bzw. ohne Werbetracking.

Kosten und Verfügbarkeit

Das Pur-Abo ist ausschließlich digital erhältlich. Es beinhaltet die E-Paper-App und den Zugriff auf das Online-Archiv. Im Mai 2024 gab es laut Deutsche Apotheker Zeitung (Fachportal) ein Angebot mit 50 Prozent Rabatt auf das digitale Abo.

Inhalte ohne Werbung

Das werbefreie Angebot umfasst dieselben redaktionellen Inhalte wie die gedruckte Ausgabe. Der einzige Unterschied: Keine Anzeigen und kein Tracking. Für Leser, die Wert auf Privatsphäre legen, ist das ein klares Argument.

Was es bedeutet

Wer die ungestörte Lektüre möchte, zahlt 1,49 Euro pro Monat – weniger als ein Kaffee. Wer sie weiterhin kostenlos haben will, akzeptiert Werbung und Tracking. Die Wahl liegt beim Leser.

Schritt für Schritt zur digitalen Apotheken Umschau

  1. App herunterladen: Öffnen Sie den Google Play Store oder den Apple App Store und suchen Sie nach „Apotheken Umschau E-Paper“. Die App ist kostenlos.
  2. Registrieren: Legen Sie ein Konto an – das ist für das Pur-Abo erforderlich.
  3. Abo auswählen: Entscheiden Sie sich für das kostenlose Basiskonto (mit Werbung) oder das Pur-Abo für 1,49 Euro/Monat.
  4. Ausgabe herunterladen: Die aktuelle und vergangene Ausgaben stehen zum Download bereit. Sie können auch online blättern.
  5. Archiv nutzen: Über die Suchfunktion greifen Sie auf ältere Artikel zurück – bis ins Jahr 2015.

Zeitleiste: Von der Print-Ikone zum Digitalangebot

Das Signal: Der Verlag setzt zunehmend auf digitale Kanäle, während das Printgeschäft schrumpft. Die Zeitleiste zeigt einen klaren Trend, aber kein endgültiges Ende der Printausgabe.

Was ist klar, was ist unklar?

Bestätigte Fakten

  • Apotheken Umschau erscheint seit 1956.
  • Herausgeber ist Wort & Bild Verlag.
  • Das Magazin liegt kostenlos in Apotheken aus.
  • Es gibt eine App und ein werbefreies Pur-Abo für 1,49 €/Monat.

Was unklar ist

  • Ob die Printausgabe endgültig eingestellt wird.
  • Die genauen Kosten für Apotheken pro Exemplar.
  • Ob ein Abo flächendeckend möglich ist.
  • Die genaue Zusammensetzung des wissenschaftlichen Beirats.

Vor- und Nachteile der Apotheken Umschau

Vorteile

  • Kostenloser Zugang in Apotheken
  • Redaktionell geprüfte Gesundheitsinhalte
  • Hohe Auflage und breite Leserschaft
  • Werbefreie Variante verfügbar

Nachteile

  • Werbung in der Print- und Basis-Digitalversion
  • Wissenschaftliche Beiräte teilweise intransparent
  • Digitale Angebote nicht für alle Zielgruppen intuitiv
  • Unsichere Zukunft der Printausgabe
Weitere Quellen

instagram.com

Häufig gestellte Fragen

Wie erhalte ich die Apotheken Umschau digital?

Über die App „Apotheken Umschau E-Paper“ für iOS und Android. Sie können die aktuelle Ausgabe herunterladen oder online blättern.

Kann ich die Apotheken Umschau im Archiv einsehen?

Ja, in der App und auf der Website gibt es ein Archiv, das bis etwa 2015 zurückreicht. Der Zugriff ist im Pur-Abo enthalten.

Welche Alternativen gibt es zur Apotheken Umschau?

Ähnliche kostenlose Magazine sind die „Neue Apotheken Illustrierte“ oder das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Online bieten „gesundheitsinformation.de“ (IQWiG) und „stiftung-gesundheitswissen.de“ fundierte Alternativen.

Ist die Apotheken Umschau kostenpflichtig?

Die Printausgabe ist kostenlos. Das digitale Pur-Abo kostet 1,49 Euro pro Monat.

Wie finanziert sich die Apotheken Umschau?

Hauptsächlich durch Werbeanzeigen. Apotheken zahlen einen geringen Betrag pro Exemplar oder erhalten sie kostenlos.

Welche Rubriken hat die Apotheken Umschau?

Das Magazin enthält Rubriken wie „Titelthema“, „Gesundheit aktuell“, „Medizin & Forschung“, „Ernährung“, „Ratgeber“ und „Service“.

Wie kann ich die Apotheken Umschau kontaktieren?

Über das Kontaktformular auf apotheken-umschau.de oder per Post an den Wort & Bild Verlag, München.

Gibt es die Apotheken Umschau auch auf Englisch?

Nein, die Apotheken Umschau erscheint ausschließlich auf Deutsch. Es gibt keine englischsprachige Ausgabe.

Der Wandel der Apotheken Umschau von der gedruckten Kundenzeitschrift zum digitalen Gesundheitsportal ist in vollem Gange. Für Leser, die Wert auf werbefreie, ungestörte Lektüre legen, stellt das Pur-Abo die klare Wahl dar – es kostet weniger als zwei Euro im Monat und schützt die Privatsphäre. Apotheken hingegen müssen entscheiden, ob sie weiterhin Stapel von Heften auslegen oder auf digitale Lösungen wie die Verteilung über gesund.de setzen. Der Trend zeigt: Ohne Digitalstrategie wird es auch für ein Traditionsmagazin schwer.